Donnerstag, 27. April 2017

Der konstruktive Umgang mit ADS fehlt. Leider ist ADS inzwischen tabu.

Leider ist, besonders in Deutschland, ADS nicht salonfähig. Man spricht nicht darüber.

Wird in der Zeitung oder im Fernseh eine Person analysiert oder erwähnt, dann ist es ein totales Tabu zu erwähnen, dass sie ADS haben könnte, mind. ADS-nah ist.
Lieber wird von faul, unfähig, "noch eine Chance geben" und anderen Sachen geschrieben. "Er ist halt kein Unternehmer... "
Was soll das?
Hat die Person der Reportage ADHS, dann wäre das die einzig konstruktive Kritik, dass ein ADS vorhanden ist, und die Person ein entsprechendes Coaching oder Unterstützung und Hilfe braucht.

Kritik kann zwar jemanden wachrütteln, aber längerfristig wird es nichts helfen. Die Person wird kritisiert und verspricht Besserung. Und sobald der Hyperfokus abgeflaut ist, ist wieder alles beim Alten.
Und die Person hat entweder ein neues Feindbild oder getraut sich zu gar nichts mehr.

Es müsste bei Fernsehanstalten beim Casting einen Spezialisten geben, der ein ADS erkennen könnte, und die Reportage entsprechend steuern könnte.
Klar sind ADSler immer willkommene Opfer... über die kann man stundenlang herziehen *seufz

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