Hier mal mein Lieblingskuchen - und wie es sich gehört, innert kürzester Frist gemacht!
Bedingung: Man hat eine Mikrowelle.
Für 1 Person oder doppelte Menge für 2 Personen. Bitte nicht mehr davon machen machen, sonst kann ich nicht dafür garantieren, dass es gelingt.
Pro Person:
40 g Kochschokolade
20 g Butter
in einen Suppenteller geben oder in eine kleinere flache Schüssel (mikrowellentauglich)
1 Minute erwärmen
Rausnehmen und mit der Gabel in die Schokolade stechen, damit sie noch ganz weich wird. Mit der Gabel umrühren. Die Schokolade muss nicht vollständig aufgelöst sein.
1 Ei zugeben und mit der Gabel gut umrühren
25 g Zucker
10 g Mehl
40-60 g Sahne oder Milch oder Sauerrahm
Ganz wenig Backpulver (1cm auf dem Spitzmesser)
Ganz wenig Salz (10 Körner *lach)
Alles gut vermischen und 3 Minuten in der Mikrowelle erhitzen. Der Kuchen ist fertig, wenn man ihn riechen kann, aber der Rand noch flüssig aussieht.
Ich hoffe mal, dass eure Mikrowelle ähnlich funktioniert wie meine.
Sonntag, 17. November 2013
Freitag, 15. November 2013
Coaching Shortcuts - Pauschalisieren - Filter - Tricks
Wie kommt man als ADSler am besten durch den verwirrenden Alltag? Was macht uns das Leben so schwer und kompliziert?
Oft, dass alles ungefiltert auf uns herniederprasselt. Man kann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Was ist nun der Wald? Das ist eben die Schublade, die Pauschaliserung, das Zusammenziehen von Info.
Einem ADSler, der ungeschützt dem Alltag gegenübersteht, hilft es zuallererst sich "Shortcuts" einzurichten.
Ob gedankliche Shortcuts /Abkürzungen oder praktische ist egal, es passt immer.
Das Hirn eines ADSlers ist mit weniger tiefen Strassen ausgerüstet, mehr mit vielen kleinen Gehwegen. Er muss sich zuallererst also einmal einige Abkürzungen und Autobahnen anlegen um durch seinen Lebensdschungel zu kommen.
Ich persönlich habe z.B. die Küchenarbeit rationalisiert. Ich habe also analysiert wie eine bestimmte Arbeit getan werden muss und wenn ich das dann auf meinem Idealweg mache bin ich extrem schnell. Ich muss nicht denken, muss nicht analysieren, ich mache einfach. Dazu gehört aber auch, dass meine Vorräte und Geschirr immer am richtigen Ort sind und vor allem nicht zuviel davon vorhanden ist, aber genügend.
Ein Griff, der ideale Behälter (Litermass oval) um Eier zu trennen ist bereit. Der Behälter ist getestet, ich weiss es funtioniert. Ein kleines Wasserglas kommt daneben, die Schüssel für das Eigelb, dann die Eier.
Jetzt wird immer zuerst im Wasserglas das Eiweiss einzeln hineingegeben, gerochen ob das Ei frisch ist und dann das Eigelb in die Schüssel und das Eiweiss in den Behälter. Dann das nächste Ei.
So ist es egal, wenn mal ein Ei kaputtgeht und das Eigelb ins Eiweiss läuft, das kann ich wegstellen und ein frisches Wasserglas nehmen.
Der Behälter ist dann ideal für den elektrischen Schwingbesen und in der Schüssel kann der Teig weiter verarbeitet werden. Natürlich zuerst das Eiweiss schlagen, dann noch kurz die Eigelbmasse.
(Oh, jetzt habe ich mich wieder verfranst.. gehe ins Details *seufz)
Ich habe also bestimmte Abläufe, die ich immer gleich mache. Klar, ich gebe es zu, ich werde sauer, wenn ich den Behälter nicht finde oder sonst etwas nicht funktioniert. Weil ich dann so schnell durch die Küche wusele, dass ich keine Geduld mit anderen habe.
Auch gedanklich habe ich meine Shortcuts. Das muss aber sein, weil ich sonst mit meinem komplizierten Denken völlig ausufere.
Hier hat es sich bewährt hie und wieder innere Dialoge zu führen um etwas zu klären. Das funktioniert bei mir ganz gut.
Aktuell beschäftigt mich gerade, warum in Amerika viele Menschen ein Problem mit der Evolution haben und das führt mich dazu Erich Fromm und Meister Ekkehart zu lesen und mich mit dem Ursprung des alten Testamentes zu befassen.
Und das alles füllt doch einige Stunden aus und so lasse ich andere Dinge dann eher im Schubladenbereich pauschal bestehen.
Wenn dann jemand kommt und sich beschwert, dann öffne ich halt diese Strasse und gehe sie weiter, wen niemand kommt, lasse ich diesen Weg zu.
Oder ein neues Thema kommt auf. Aktuell war das: wie viel soll ein ADSler in seinen Schränken horten? Auch hier finde ich Antwort bei Erich Fromm und Meister Ekkehart, so ganz nebenbei.
"Haben und Sein" ist ein Buch von Fromm und Ekkehart kommt auf der geistigen Ebene auch zu interessanten Antworten.
Ich persönlich mag es, wenn ich genügend Gegenstände habe um gut zu leben, aber auch alles geordnet um es immer zu finden. Das kann für andere unangenehm werden, weil ich dann pingelig werde bez. Gläser anordnen im Schrank, und meine heilige, persönliche Schere immer an meinem persönlichen Ort zu sein hat. Aber ich bin schnell, muss nichts suchen und rotiere schnell durch den Haushalt.
Allerdings muss ich dann aufpassen, dass ich nicht rassistisch werde. Immer machen die.... und diese sollten endlich mal...
Auch musste ich lernen mal was aufzugeben. So habe ich die Gewalt über die Geschirrspühlmaschine aufgegeben. Ich fülle sie nicht mehr selber, kritisiere aber auch nicht mehr wie es gemacht wird. (Kaufe einfach genügend Geschirr um das angeschlagene zu ersetzen *seufz).
Das Leben ist immer eine Gratwanderung. Und so soll es sein. Feinfühlig versuchen aus dem was man hat das Beste zu machen ohne andere zu sehr einzuschränken oder zu kränken. So wechsle ich zwischen Pauschalisierungen und Feinstheiten und verfolge meine Interessen in der nun genügend vorhandenen Freizeit.
Weitere Shortcuts, nicht nur von mir:
Nie Salat essen im Restaurant, weil man das nicht elegant tun kann, auch keine Spaghetti (mit Tomatensauce).
Immer das gleiche Menu bestellen, damit man dann nicht lange studieren muss was mal will wenn man in Gesellschaft ist.
Bei Einkaufslisten im Geiste den Laden ablaufen und entsprechend die Liste anlegen. Also zuerst kommt bei mir die Kaffeeabteilung mit Frühstücksflocken, dann Konfitüren usw.
Heilige Ecken anlegen, wie ich mit meiner Schere, die NIEMAND anderer anfassen darf (was sie sowieso nicht können, weil es eine Linkshänderschere ist).
Ein Abteil im Bücherregal wo meine Lieblingsbücher sind, die ich öfters lese.
Handy programmieren mit Erinnerungsfunktion.
Von allem was ich am Arbeitsort bestelle 2-3 Stück zur Seite legen, falls ich vergesse die nächste Bestellung rechtzeitig auszulösen.
Anderen Menschen den Punkt des Vertrauens zu geben, und erst bei Problemen Filter zu setzen.
Fazit:
Wenn ich es mir richtig überlege, dann verdiene ich mein Geld genau damit zu pauschalisieren *lach.
Auf jeden Fall das meiste Geld. Ich bringe (in meiner selbständigen Arbeit, die ca. 70% umfasst) den Computer den Menschen näher.. zeigen ihnen Shortcuts und wie sie einfachst am PC arbeiten können. Tricks und Abkürzungen... genau!!! Aus meinen Fehlern eine Tugend machen!
Es ist keine Tugend kompliziert zu tun... sondern man soll ich innerlich leer machen und das Leben strömen lassen... womit ich wohl wieder bei Meister Ekkehart bin. ;-)
Oft, dass alles ungefiltert auf uns herniederprasselt. Man kann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Was ist nun der Wald? Das ist eben die Schublade, die Pauschaliserung, das Zusammenziehen von Info.
Einem ADSler, der ungeschützt dem Alltag gegenübersteht, hilft es zuallererst sich "Shortcuts" einzurichten.
Ob gedankliche Shortcuts /Abkürzungen oder praktische ist egal, es passt immer.
Das Hirn eines ADSlers ist mit weniger tiefen Strassen ausgerüstet, mehr mit vielen kleinen Gehwegen. Er muss sich zuallererst also einmal einige Abkürzungen und Autobahnen anlegen um durch seinen Lebensdschungel zu kommen.
Ich persönlich habe z.B. die Küchenarbeit rationalisiert. Ich habe also analysiert wie eine bestimmte Arbeit getan werden muss und wenn ich das dann auf meinem Idealweg mache bin ich extrem schnell. Ich muss nicht denken, muss nicht analysieren, ich mache einfach. Dazu gehört aber auch, dass meine Vorräte und Geschirr immer am richtigen Ort sind und vor allem nicht zuviel davon vorhanden ist, aber genügend.
Ein Griff, der ideale Behälter (Litermass oval) um Eier zu trennen ist bereit. Der Behälter ist getestet, ich weiss es funtioniert. Ein kleines Wasserglas kommt daneben, die Schüssel für das Eigelb, dann die Eier.
Jetzt wird immer zuerst im Wasserglas das Eiweiss einzeln hineingegeben, gerochen ob das Ei frisch ist und dann das Eigelb in die Schüssel und das Eiweiss in den Behälter. Dann das nächste Ei.
So ist es egal, wenn mal ein Ei kaputtgeht und das Eigelb ins Eiweiss läuft, das kann ich wegstellen und ein frisches Wasserglas nehmen.
Der Behälter ist dann ideal für den elektrischen Schwingbesen und in der Schüssel kann der Teig weiter verarbeitet werden. Natürlich zuerst das Eiweiss schlagen, dann noch kurz die Eigelbmasse.
(Oh, jetzt habe ich mich wieder verfranst.. gehe ins Details *seufz)
Ich habe also bestimmte Abläufe, die ich immer gleich mache. Klar, ich gebe es zu, ich werde sauer, wenn ich den Behälter nicht finde oder sonst etwas nicht funktioniert. Weil ich dann so schnell durch die Küche wusele, dass ich keine Geduld mit anderen habe.
Auch gedanklich habe ich meine Shortcuts. Das muss aber sein, weil ich sonst mit meinem komplizierten Denken völlig ausufere.
Hier hat es sich bewährt hie und wieder innere Dialoge zu führen um etwas zu klären. Das funktioniert bei mir ganz gut.
Aktuell beschäftigt mich gerade, warum in Amerika viele Menschen ein Problem mit der Evolution haben und das führt mich dazu Erich Fromm und Meister Ekkehart zu lesen und mich mit dem Ursprung des alten Testamentes zu befassen.
Und das alles füllt doch einige Stunden aus und so lasse ich andere Dinge dann eher im Schubladenbereich pauschal bestehen.
Wenn dann jemand kommt und sich beschwert, dann öffne ich halt diese Strasse und gehe sie weiter, wen niemand kommt, lasse ich diesen Weg zu.
Oder ein neues Thema kommt auf. Aktuell war das: wie viel soll ein ADSler in seinen Schränken horten? Auch hier finde ich Antwort bei Erich Fromm und Meister Ekkehart, so ganz nebenbei.
"Haben und Sein" ist ein Buch von Fromm und Ekkehart kommt auf der geistigen Ebene auch zu interessanten Antworten.
Ich persönlich mag es, wenn ich genügend Gegenstände habe um gut zu leben, aber auch alles geordnet um es immer zu finden. Das kann für andere unangenehm werden, weil ich dann pingelig werde bez. Gläser anordnen im Schrank, und meine heilige, persönliche Schere immer an meinem persönlichen Ort zu sein hat. Aber ich bin schnell, muss nichts suchen und rotiere schnell durch den Haushalt.
Allerdings muss ich dann aufpassen, dass ich nicht rassistisch werde. Immer machen die.... und diese sollten endlich mal...
Auch musste ich lernen mal was aufzugeben. So habe ich die Gewalt über die Geschirrspühlmaschine aufgegeben. Ich fülle sie nicht mehr selber, kritisiere aber auch nicht mehr wie es gemacht wird. (Kaufe einfach genügend Geschirr um das angeschlagene zu ersetzen *seufz).
Das Leben ist immer eine Gratwanderung. Und so soll es sein. Feinfühlig versuchen aus dem was man hat das Beste zu machen ohne andere zu sehr einzuschränken oder zu kränken. So wechsle ich zwischen Pauschalisierungen und Feinstheiten und verfolge meine Interessen in der nun genügend vorhandenen Freizeit.
Weitere Shortcuts, nicht nur von mir:
Nie Salat essen im Restaurant, weil man das nicht elegant tun kann, auch keine Spaghetti (mit Tomatensauce).
Immer das gleiche Menu bestellen, damit man dann nicht lange studieren muss was mal will wenn man in Gesellschaft ist.
Bei Einkaufslisten im Geiste den Laden ablaufen und entsprechend die Liste anlegen. Also zuerst kommt bei mir die Kaffeeabteilung mit Frühstücksflocken, dann Konfitüren usw.
Heilige Ecken anlegen, wie ich mit meiner Schere, die NIEMAND anderer anfassen darf (was sie sowieso nicht können, weil es eine Linkshänderschere ist).
Ein Abteil im Bücherregal wo meine Lieblingsbücher sind, die ich öfters lese.
Handy programmieren mit Erinnerungsfunktion.
Von allem was ich am Arbeitsort bestelle 2-3 Stück zur Seite legen, falls ich vergesse die nächste Bestellung rechtzeitig auszulösen.
Anderen Menschen den Punkt des Vertrauens zu geben, und erst bei Problemen Filter zu setzen.
Fazit:
Wenn ich es mir richtig überlege, dann verdiene ich mein Geld genau damit zu pauschalisieren *lach.
Auf jeden Fall das meiste Geld. Ich bringe (in meiner selbständigen Arbeit, die ca. 70% umfasst) den Computer den Menschen näher.. zeigen ihnen Shortcuts und wie sie einfachst am PC arbeiten können. Tricks und Abkürzungen... genau!!! Aus meinen Fehlern eine Tugend machen!
Es ist keine Tugend kompliziert zu tun... sondern man soll ich innerlich leer machen und das Leben strömen lassen... womit ich wohl wieder bei Meister Ekkehart bin. ;-)
Montag, 4. November 2013
Psychologie – Therapie – Nichts ist so wie es scheint
Früher habe ich ja öfters gesagt, dass Menschen gar nicht so
viele Verhaltensweisen wie Krankheiten haben können. Und so sind die Muster,
mit denen man behandelt/ausgestossen wird von der Gesellschaft immer etwas
ähnlich.
Als ADSler fällt man schnell auf und was passiert? Die
Menschen zeigen mit dem Finger auf ihn, genau wie bei Aussätzigen oder bei
AIDS-Kranken.
Nun ist es aber auch so, dass sehr schnell
beurteilt wird nach bekannten Mustern. Ah, der sagt immer „ich“, also ist er
sicher ein Egoist. Dass dieser Mensch aber ein ADSler sein könnte, der sehr
genau auf der Suche nach seinen Problemen und seinem Innenleben ist, wird nicht
wahrgenommen. Dieser ADSler versucht dringend zu lernen wie er sich in die
Gesellschaft einordnen könnte ohne eben als Egoist gesehen zu werden.
Oder.. ein ADSler hat seinen Hyperfokus. Die Symptome sind, oberflächlich gesehen, für Aussenstehende wie Sucht und Fanatismus. Aber damit hat das gar nichts zu tun. Es wirkt nur so, als sei man süchtig oder fanatisch. Dabei hat man einfach ein bestimmtes Thema im Hyperfokus und konzentriert sich, weil man sich nur auf Eines konzentrieren kann, genau darauf. Und ist das Thema dann abgehakt, dann interessiert es nicht mehr die Bohne.
Nun kommen die Bekannten und sagen: Warum machst du das und das nicht mehr? Früher warst du doch komplett süchtig danach? Ich: Hä? Das ist doch Schnee von gestern, heute bin ich an einem ganz anderen Thema.
Ev. könnt ihr das so nachvollziehen: Ich hatte mal einen Hyperfokus auf Caramelljoghurt. Könnt ihr euch vorstellen, dass ich seit dieser Zeit (ich war damals ca. 15) kein einziges mehr gegessen habe?
Mein Therapeut möchte ein Buch veröffentlichen. Er weiss
sehr viel, aber hat vor lauter Praktik es noch nicht geschafft auch zur Theorie
zu kommen. Schade.
Gerade davon könnten wir ADSler super profitieren, denn er
sieht das ADS so, wie es ist und nicht wie es scheint. Meiner Meinung nach
würde dieses Buch die ADS-Welt revolutionieren. Ich gebe es zu, ich bin gerade ein wenig euphorisch ;-)
Er ist auch ein Mensch, der bei Wörtern sehr genau hinhört
und die Bedeutung der einzelnen Wörter aufs Äusserte hinterfragt. Und siehe
da, wendet man das richtige Wort auf sich selber an, so kann man auf einmal
sehr gut mit etwas umgehen, womit man lange Jahre seine liebe Mühe hatte.
Ich soll nicht vorgreifen meint er, das Buch komme, und so
schreibe ich aktuell sehr wenig ins Blog. Bin ich jetzt egoistisch, wenn ich
das Buch endlich auf dem Tisch sehen und lesen möchte?? Oder ist es eben doch
anders.. wie so oft bei ADS, und ich bin gerade nicht egoistisch, weil ich es
mit anderen teilen möchte und auch andere daran teilhaben lassen möchte?
Oder würden nach Erscheinen dieses Buches auf einmal das
Gros der Therapeuten arbeitslos und ich bin bösartig, weil ich denen ihre
Existenzgrundlage entziehe?
Freitag, 25. Oktober 2013
Die neue Höflichkeit
Früher war noch alles anders... früher gabs doch noch kein ADS.. oder?
Wie ist die neue Höflichkeit? Man getraut sich nicht mehr etwas zu bemängeln/bemerken aus Angst es würde als Kritik aufgefasst werden, oder man könnte aufgefordert werden es dann gleich selber zu ändern.
Fazit: es wird nichts getan oder wenn ja, dann wird eine Fachkraft herbeigezogen.
Ich habe mich eben an eine signifikante Begebenheit erinnert.
Als meine Mutter frisch verheiratet war hat sich mein Grossvater väterlicherseits zum Besuch angemeldet. Das war ca. 1955 zu Weihnachten.
Sie hatte wohl einen Braten zubereitet oder einen Kuchen gebacken.
Jedenfalls marschierte mein Grossvater (ADS der extrovertierten Art) in die Küche, öffnete den Backofen und bemängelte die Sauberkeit - ich meine mich zu erinnern, dass sie voller Frust erzählte, er hätte auch gleich geputzt.
Dann vor einem Jahr lud ich meine Familie ein und wir sassen im Garten. Da war mein Feigenbaum, der im Winter davor erfror und ich musste anerkennen, dass er wohl zum grössten Teil trocken bleiben würde und nicht mehr ausschlägt.
Mein Vater (ADS der stilleren Art) fragte mich, ob ich nicht eine Säge hätte, er würde den Baum gleich umsägen für mich.
Und ich? Ja, bis vor kurzem habe auch ich jeweils Kritik geübt, später was in die Hand genommen und verbessert - heute gucke ich es erschreckt an, wende mich um, lobe den schönen Kuchen und erzähle erst später, wenn das Gespräch aufs Putzen kommt (was ja in jedem Kaffeerundengespräch erfahrungsgemäss durchgehechelt werden muss), dass ich letzthin ein super Putzmittel für Backöfen gefunden hätte und wie zufrieden ich damit sei. *lächel
Wie ist die neue Höflichkeit? Man getraut sich nicht mehr etwas zu bemängeln/bemerken aus Angst es würde als Kritik aufgefasst werden, oder man könnte aufgefordert werden es dann gleich selber zu ändern.
Fazit: es wird nichts getan oder wenn ja, dann wird eine Fachkraft herbeigezogen.
Ich habe mich eben an eine signifikante Begebenheit erinnert.
Als meine Mutter frisch verheiratet war hat sich mein Grossvater väterlicherseits zum Besuch angemeldet. Das war ca. 1955 zu Weihnachten.
Sie hatte wohl einen Braten zubereitet oder einen Kuchen gebacken.
Jedenfalls marschierte mein Grossvater (ADS der extrovertierten Art) in die Küche, öffnete den Backofen und bemängelte die Sauberkeit - ich meine mich zu erinnern, dass sie voller Frust erzählte, er hätte auch gleich geputzt.
Dann vor einem Jahr lud ich meine Familie ein und wir sassen im Garten. Da war mein Feigenbaum, der im Winter davor erfror und ich musste anerkennen, dass er wohl zum grössten Teil trocken bleiben würde und nicht mehr ausschlägt.
Mein Vater (ADS der stilleren Art) fragte mich, ob ich nicht eine Säge hätte, er würde den Baum gleich umsägen für mich.
Und ich? Ja, bis vor kurzem habe auch ich jeweils Kritik geübt, später was in die Hand genommen und verbessert - heute gucke ich es erschreckt an, wende mich um, lobe den schönen Kuchen und erzähle erst später, wenn das Gespräch aufs Putzen kommt (was ja in jedem Kaffeerundengespräch erfahrungsgemäss durchgehechelt werden muss), dass ich letzthin ein super Putzmittel für Backöfen gefunden hätte und wie zufrieden ich damit sei. *lächel
Montag, 3. Juni 2013
ADS - Einfach nur etwas die Zähne zusammenbeissen?
Die letzten Tage habe ich mich mit einigen Menschen über ADS unterhalten. Dabei fiel der Spruch: Man muss halt nur etwas die Zähne zusammenbeissen können.
Gestern abend beim Zähne putzen fiel mir dazu eine alte Geschichte ein:
In der Pubertät machte ich natürlich auch nicht gerne was meine Mutter sagte, besonders nicht Zähne putzen. Aber ich begann so mit 8 Jahren mich mit Essen, besonders mit Süssem von meinen Problemen abzulenken. Fazit: Als ich ca. 20 war hatte ich viele Löcher in den Zähnen, die auch ordnungsgemäss geflickt waren.
Mit 22 traf ich auf einen Zahnarzt, der meinte, das sähe aber gar nicht gut aus und ich solle das böse Amalgam doch auf weisse Füllungen wechseln. OK, meine Mutter, die sehr auf gutes Aussehen achtete, war bereit mir das zu bezahlen.
Mit 24 hatte ich also alles hübsche weisse Füllungen im Mund. Und ab da begann das Uebel. Jedes Jahr zerbiss ich 1-2 dieser Füllungen. Zähne splitterten, Füllungen brachen aus, Füllungen nutzten sich bis tief unten ab.
Gegen 30 hatte ich einen neuen Zahnarzt, der mir eröffnete, dass ich "chafle", was soviel hiess, dass ich im Schlaf beisse und kleine Kaubewegungen mache. Und dass inzwischen mein Gebiss wieder völlig kaputt wäre und alle weissen Füllungen entfernt werden müssten und alles mit Amalgam aufgefüllt werden müsste, weil das härter wäre. Mutter bezahlte noch einmal.
Viele Zähne waren durch die 3-4malige Behandlung stark geschwächt und es gab Ueberkronungen oder Teilaufbauten. Ein Zahn musste auch gezogen werden, weil ich einmal eine Nuss damit knackte und der geschwächte Zahn bis tief zur Wurzel hin abbrach.
Irgendwann begann ich mich mit der Ursache zu befassen. Ich realisierte, dass ich in der Nacht ein Problem verarbeitete und mich ich wahrsten Sinne des Wortes "durchbiss".
Aber zuerst verpasste mir der Zahnarzt eine Kauschiene. Weil nämlich auch die Gelenke darunter litten. Und das gäbe Kopfweh und mit der Zeit Arthrose!
Anfang 40 habe ich dann eine Kinesiologin gefunden, die mir einige meiner Probleme behandeln konnte und seither denke ich, dass es mit den Zähnen besser ging. Auch seit der Kauschiene.
Also, liebe ADSler, die denken, man könne sich einfach nur mit etwas Zähne zusammenbeissen durchs Leben schlagen - es geht kommt teuer!!!! Und liebe Stiefmama.. es kommt wirklich teuer, auch wenn es nicht du warst, die das bezahlen musste.
Gestern abend beim Zähne putzen fiel mir dazu eine alte Geschichte ein:
In der Pubertät machte ich natürlich auch nicht gerne was meine Mutter sagte, besonders nicht Zähne putzen. Aber ich begann so mit 8 Jahren mich mit Essen, besonders mit Süssem von meinen Problemen abzulenken. Fazit: Als ich ca. 20 war hatte ich viele Löcher in den Zähnen, die auch ordnungsgemäss geflickt waren.
Mit 22 traf ich auf einen Zahnarzt, der meinte, das sähe aber gar nicht gut aus und ich solle das böse Amalgam doch auf weisse Füllungen wechseln. OK, meine Mutter, die sehr auf gutes Aussehen achtete, war bereit mir das zu bezahlen.
Mit 24 hatte ich also alles hübsche weisse Füllungen im Mund. Und ab da begann das Uebel. Jedes Jahr zerbiss ich 1-2 dieser Füllungen. Zähne splitterten, Füllungen brachen aus, Füllungen nutzten sich bis tief unten ab.
Gegen 30 hatte ich einen neuen Zahnarzt, der mir eröffnete, dass ich "chafle", was soviel hiess, dass ich im Schlaf beisse und kleine Kaubewegungen mache. Und dass inzwischen mein Gebiss wieder völlig kaputt wäre und alle weissen Füllungen entfernt werden müssten und alles mit Amalgam aufgefüllt werden müsste, weil das härter wäre. Mutter bezahlte noch einmal.
Viele Zähne waren durch die 3-4malige Behandlung stark geschwächt und es gab Ueberkronungen oder Teilaufbauten. Ein Zahn musste auch gezogen werden, weil ich einmal eine Nuss damit knackte und der geschwächte Zahn bis tief zur Wurzel hin abbrach.
Irgendwann begann ich mich mit der Ursache zu befassen. Ich realisierte, dass ich in der Nacht ein Problem verarbeitete und mich ich wahrsten Sinne des Wortes "durchbiss".
Aber zuerst verpasste mir der Zahnarzt eine Kauschiene. Weil nämlich auch die Gelenke darunter litten. Und das gäbe Kopfweh und mit der Zeit Arthrose!
Anfang 40 habe ich dann eine Kinesiologin gefunden, die mir einige meiner Probleme behandeln konnte und seither denke ich, dass es mit den Zähnen besser ging. Auch seit der Kauschiene.
Also, liebe ADSler, die denken, man könne sich einfach nur mit etwas Zähne zusammenbeissen durchs Leben schlagen - es geht kommt teuer!!!! Und liebe Stiefmama.. es kommt wirklich teuer, auch wenn es nicht du warst, die das bezahlen musste.
Mittwoch, 15. Mai 2013
Welches mph? (Medikament bei ADS)
Welches mph soll man nehmen?
In den Zeitungen wird immer von Ritalin geschrieben. Dabei wird das unretardierte Ritalin nur noch zur Dosismessung verwendet und in seltenen Fällen als Zusatzmedikation oder wenn man andere Medikamente nicht verträgt (mein persönlicher Wissensstand). Und manchmal als Einschlafhilfe, damit das Gedankenkarussell im Hirn aufhört.
In der Schweiz wird am Häufigsten Concerta verschrieben, welches 8-10 Stunden wirken soll.
In Deutschland wird Medikinet verschrieben, welches meines Wissens (ich habe es selber nie ausprobiert) 6-8 Stunden wirken soll.
Dies sind retardierte Medikamente, also verzögert abgegebene Medikation.
In den USA und auch hier zum Teil wird Ritalin LA abgegeben, welches auch über längere Zeit wirkt.
Neu kommen jetzt andere Medikamente auf den Markt.
Wo liegt die Problematik?
Sie liegt meines Wissens in der Trägersubstanz vom mph. Wenn man die schlecht verträgt sollte man auf ein anderes Medikament wechseln. Ev. verträgt man dort die Trägersubstanz besser.
Eine weitere Problematik liegt darin, dass 1 Retard-Medikament nicht ausreicht um einen durch den Tag zu bringen. So nehmen viele 2 bis anscheinend sogar 3x eine Dosis ein.
Die Aerzte empfehlen jedoch lieber mit unretardiertem Ritalin weiterzumachen, wenn die Wirkung des Retard-Produktes aufhört.
Warum gibt es kein länger wirkenden Mittel?
Warum gibt es keine besser Abfolge, die besser verträglich wäre oder die stabiler wäre?
Warum nimmt man in D Medikinet, welches meines Wissens, vor allem von dem was ich so gehört habe, nicht so gut ist wie Concerta?
Ich habe nie Zyklen gemerkt beim Concerta, ausser dass ich um 15 Uhr eine zweite Dosis nachschieben muss, wenn ich nicht um 17:30 Probleme haben will. Oder dann mit unretardiertem Ritalin diese Probleme (Müdigkeit, Schlappheit, Ueberfordertheit) auffangen, was aber bedeutend unangenehmer ist.
Warum nimmt man überhaupt mph als Erwachsener? Diese Frage habe ich in diesem Blog schon einige Male beantwortet. Aber sie passt hier nochmals rein.
Weil mein Hirn ein Anrecht hat auf volle Funktion!
Weil meine Arbeit volle Funktion verlangt.
Weil mein Arbeitgeber/meine Kunden volle Funktion verlangen.
Weil es Spass macht über seine vollen Kräfte zu verfügen.
Warum nimmt der Normalmensch kein mph? Weil man ein Glas nicht höher einfüllen kann als voll.
In den Zeitungen wird immer von Ritalin geschrieben. Dabei wird das unretardierte Ritalin nur noch zur Dosismessung verwendet und in seltenen Fällen als Zusatzmedikation oder wenn man andere Medikamente nicht verträgt (mein persönlicher Wissensstand). Und manchmal als Einschlafhilfe, damit das Gedankenkarussell im Hirn aufhört.
In der Schweiz wird am Häufigsten Concerta verschrieben, welches 8-10 Stunden wirken soll.
In Deutschland wird Medikinet verschrieben, welches meines Wissens (ich habe es selber nie ausprobiert) 6-8 Stunden wirken soll.
Dies sind retardierte Medikamente, also verzögert abgegebene Medikation.
In den USA und auch hier zum Teil wird Ritalin LA abgegeben, welches auch über längere Zeit wirkt.
Neu kommen jetzt andere Medikamente auf den Markt.
Wo liegt die Problematik?
Sie liegt meines Wissens in der Trägersubstanz vom mph. Wenn man die schlecht verträgt sollte man auf ein anderes Medikament wechseln. Ev. verträgt man dort die Trägersubstanz besser.
Eine weitere Problematik liegt darin, dass 1 Retard-Medikament nicht ausreicht um einen durch den Tag zu bringen. So nehmen viele 2 bis anscheinend sogar 3x eine Dosis ein.
Die Aerzte empfehlen jedoch lieber mit unretardiertem Ritalin weiterzumachen, wenn die Wirkung des Retard-Produktes aufhört.
Warum gibt es kein länger wirkenden Mittel?
Warum gibt es keine besser Abfolge, die besser verträglich wäre oder die stabiler wäre?
Warum nimmt man in D Medikinet, welches meines Wissens, vor allem von dem was ich so gehört habe, nicht so gut ist wie Concerta?
Ich habe nie Zyklen gemerkt beim Concerta, ausser dass ich um 15 Uhr eine zweite Dosis nachschieben muss, wenn ich nicht um 17:30 Probleme haben will. Oder dann mit unretardiertem Ritalin diese Probleme (Müdigkeit, Schlappheit, Ueberfordertheit) auffangen, was aber bedeutend unangenehmer ist.
Warum nimmt man überhaupt mph als Erwachsener? Diese Frage habe ich in diesem Blog schon einige Male beantwortet. Aber sie passt hier nochmals rein.
Weil mein Hirn ein Anrecht hat auf volle Funktion!
Weil meine Arbeit volle Funktion verlangt.
Weil mein Arbeitgeber/meine Kunden volle Funktion verlangen.
Weil es Spass macht über seine vollen Kräfte zu verfügen.
Warum nimmt der Normalmensch kein mph? Weil man ein Glas nicht höher einfüllen kann als voll.
Mittwoch, 13. März 2013
Coaching? Meine Art etwas zu erreichen...
Nun bin ich ja nicht du/Sie und man kann nicht immer alles von dem einen auf den anderen übertragen.
Aber ich bin im Leben doch recht erfolgreich gewesen und möchte euch nun meine Methode erzählen.
Ob sie auch für euch stimmt bleibt dahingestellt und sollte von jedem geprüft werden.
Ich habe nicht immer alles auf Anhieb bekommen/erreicht.
Hat es nicht funktioniert, dann habe ich das so gemacht:
Bin einfach eine Stufe zurückgegangen und habe neu begonnen. Mit vollem Elan und voller Energie.
Habe zum Beispiel das Gymnasium nicht geschafft. Dann also eine Lehre. Da war ich zwar gnadenlos unterfordert, aber ich habe sie problemlos geschafft.
Dann noch eine Zusatzlehre zur Erweiterung. Und schon war ich eine begehrte Arbeitskraft. Klar haben die Chefs nach kurzer Zeit gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmte und sich gewundert/geärgert. Das mit dem ADS habe ich erst mit 53 Jahren herausgefunden und seither gehts natürlich viel besser.
Dann habe ich mich aber weiterentwickelt. Erste Computerkenntnisse erworben an der Volkshochschule im 1978. Da war es noch wichtig beim Programmieren keine Fehler zu machen. Jeder Leerschlag zuviel oder zuwenig brachte das Programm zum Abstürzen.
Ich war verzweifelt, habe aber wenige Jahre später einen der ersten PC's gekauft.
Und wieder konnte ich damit nicht wirklich etwas anfangen. Also weiter gewartet. Und ich hasse Warten!!! Wer aber eine Stufe zurückgeht, der muss nicht wirklich warten.
Dann kam das Internet und die visuelle Oberfläche. Endlich konnte ich aufdrehen. Heute bin ich selbständig in Computerschulung. Denn ich habe jeden Fehler gemacht, den man nur machen konnte. Aber ich lernte schnell und so erkenne ich heute bei meinen Schülern sofort was das Problem ist.
Aus meiner Lehrzeit habe ich die Vorliebe für Senioren mitgebracht. Also unterrichte ich jetzt speziell Senioren am PC. Meine HSP (Sensibilität) hilft mir da besonders, ich erkenne sofort Schwächen und Stärken der Leute und kann das gezielt einbringen.
Auch sonst habe ich es so gehalten. Habe ich das Erwünschte nicht erhalten, dann einfach eine Stufe tiefer gehen. Oder noch eine Stufe tiefer gehen. Bis es funktioniert. Und dann wieder Stufe um Stufe nach oben.
Viele ADSler haben die Tendenz zu sagen: Ach ich bin halt so dumm.
Vermutlich eingeredet von den Eltern/Lehrern. Denn diese Personen sind alles andere als dumm.
Diese Verzweiflung hatte ich nie. Darf ich euch bitten, euch das abzugewöhnen? Vor allem diesen Spruch.
Bleibt kreativ und geht eine Stufe tiefer und ihr werdet Erfolg haben! Egal in was....
Besonders, wenn die neue Stufe in euren Hyperfokus passt.
Aber ich bin im Leben doch recht erfolgreich gewesen und möchte euch nun meine Methode erzählen.
Ob sie auch für euch stimmt bleibt dahingestellt und sollte von jedem geprüft werden.
Ich habe nicht immer alles auf Anhieb bekommen/erreicht.
Hat es nicht funktioniert, dann habe ich das so gemacht:
Bin einfach eine Stufe zurückgegangen und habe neu begonnen. Mit vollem Elan und voller Energie.
Habe zum Beispiel das Gymnasium nicht geschafft. Dann also eine Lehre. Da war ich zwar gnadenlos unterfordert, aber ich habe sie problemlos geschafft.
Dann noch eine Zusatzlehre zur Erweiterung. Und schon war ich eine begehrte Arbeitskraft. Klar haben die Chefs nach kurzer Zeit gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmte und sich gewundert/geärgert. Das mit dem ADS habe ich erst mit 53 Jahren herausgefunden und seither gehts natürlich viel besser.
Dann habe ich mich aber weiterentwickelt. Erste Computerkenntnisse erworben an der Volkshochschule im 1978. Da war es noch wichtig beim Programmieren keine Fehler zu machen. Jeder Leerschlag zuviel oder zuwenig brachte das Programm zum Abstürzen.
Ich war verzweifelt, habe aber wenige Jahre später einen der ersten PC's gekauft.
Und wieder konnte ich damit nicht wirklich etwas anfangen. Also weiter gewartet. Und ich hasse Warten!!! Wer aber eine Stufe zurückgeht, der muss nicht wirklich warten.
Dann kam das Internet und die visuelle Oberfläche. Endlich konnte ich aufdrehen. Heute bin ich selbständig in Computerschulung. Denn ich habe jeden Fehler gemacht, den man nur machen konnte. Aber ich lernte schnell und so erkenne ich heute bei meinen Schülern sofort was das Problem ist.
Aus meiner Lehrzeit habe ich die Vorliebe für Senioren mitgebracht. Also unterrichte ich jetzt speziell Senioren am PC. Meine HSP (Sensibilität) hilft mir da besonders, ich erkenne sofort Schwächen und Stärken der Leute und kann das gezielt einbringen.
Auch sonst habe ich es so gehalten. Habe ich das Erwünschte nicht erhalten, dann einfach eine Stufe tiefer gehen. Oder noch eine Stufe tiefer gehen. Bis es funktioniert. Und dann wieder Stufe um Stufe nach oben.
Viele ADSler haben die Tendenz zu sagen: Ach ich bin halt so dumm.
Vermutlich eingeredet von den Eltern/Lehrern. Denn diese Personen sind alles andere als dumm.
Diese Verzweiflung hatte ich nie. Darf ich euch bitten, euch das abzugewöhnen? Vor allem diesen Spruch.
Bleibt kreativ und geht eine Stufe tiefer und ihr werdet Erfolg haben! Egal in was....
Besonders, wenn die neue Stufe in euren Hyperfokus passt.
Montag, 11. März 2013
Coaching - Aufgaben aufteilen - Steuererklärung
Gerade dieser Tage wird wieder überall in der Schweiz an der Steuererklärung gearbeitet.
Wer sein Büro so organisiert hat, wie ich das mal in einigen Coachings empfohlen habe, der hat jetzt kein Problem und alle Papiere gleich zur Hand.
http://adhs-blog.blogspot.ch/2012/01/coaching-1.html
Wer das nicht so gemacht hat - ob er ADS hat oder nicht - der wird jetzt zu suchen beginnen und sich meistens ärgern.
Denn für die meisten Menschen ist die Steuererklärung ein Riesenberg, den sie fürchten zu bezwingen.
Wenn wir aber die Aufgaben aufteilen, dann kommt der innere Schweinehund und will natürlich nur die kleinsten Aufgaben machen, bzw. diese zuerst.
Also einfach.. wir teilen ein Monsterwerk in hübsche kleine Häppchen auf und machen das Kleinste zuerst *lach.
Was heisst: Wir suchen den Lohnausweis und legen ihn in das geöffnete Couvert von der Steuererklärung.
Wer Mut hat, der sucht sich auch gleich die Bankbelege hervor. Da steht unten in den Belegen vom Monat Dezember meist ein kleiner Satz: Bitte für die Steuererklärung aufbewahren.
Dann holen wir die alte Steuererklärung (oder drucken sie aus, falls noch im Computer vorhanden).
Beim nächsten Arbeitsschub beginnen wir mit der neuen Steuererklärung - am besten am Computer laden.
Suchwörter bei Google: Steuererklärung und Kantonsname.
Zuerst geben wir mal ein was wir wissen oder was im letzten Jahr gleich war.
Hat sich was geändert, dann passen wirs an.
Hat sich viel geändert habe ich für mich selber jeweils die Chicken-Lösung gewählt, was heisst, ich ging zu einem Berater.
Dann wieder kopieren und anpassen.
Eigentlich ist sie jetzt schon fast gemacht, die Steuererklärung.
ADSler überschlafen jetzt die Arbeit und kontrollieren erst am nächsten Tag.
Nochmals kontrollieren ob alle Belege beigelegt sind und die Zahlen in etwa mit dem letzten Jahr übereinstimmen. Falls nicht, jemanden beiziehen oder die Hilfe nachlesen.
Und jetzt meine Coachings zum Thema Büro aufräumen nachlesen und sich die Arbeit danach einteilen, dann gehts das nächste Jahr viel einfacher.
Versprochen ;-)
Wer sein Büro so organisiert hat, wie ich das mal in einigen Coachings empfohlen habe, der hat jetzt kein Problem und alle Papiere gleich zur Hand.
http://adhs-blog.blogspot.ch/2012/01/coaching-1.html
Wer das nicht so gemacht hat - ob er ADS hat oder nicht - der wird jetzt zu suchen beginnen und sich meistens ärgern.
Denn für die meisten Menschen ist die Steuererklärung ein Riesenberg, den sie fürchten zu bezwingen.
Wenn wir aber die Aufgaben aufteilen, dann kommt der innere Schweinehund und will natürlich nur die kleinsten Aufgaben machen, bzw. diese zuerst.
Also einfach.. wir teilen ein Monsterwerk in hübsche kleine Häppchen auf und machen das Kleinste zuerst *lach.
Was heisst: Wir suchen den Lohnausweis und legen ihn in das geöffnete Couvert von der Steuererklärung.
Wer Mut hat, der sucht sich auch gleich die Bankbelege hervor. Da steht unten in den Belegen vom Monat Dezember meist ein kleiner Satz: Bitte für die Steuererklärung aufbewahren.
Dann holen wir die alte Steuererklärung (oder drucken sie aus, falls noch im Computer vorhanden).
Beim nächsten Arbeitsschub beginnen wir mit der neuen Steuererklärung - am besten am Computer laden.
Suchwörter bei Google: Steuererklärung und Kantonsname.
Zuerst geben wir mal ein was wir wissen oder was im letzten Jahr gleich war.
Hat sich was geändert, dann passen wirs an.
Hat sich viel geändert habe ich für mich selber jeweils die Chicken-Lösung gewählt, was heisst, ich ging zu einem Berater.
Dann wieder kopieren und anpassen.
Eigentlich ist sie jetzt schon fast gemacht, die Steuererklärung.
ADSler überschlafen jetzt die Arbeit und kontrollieren erst am nächsten Tag.
Nochmals kontrollieren ob alle Belege beigelegt sind und die Zahlen in etwa mit dem letzten Jahr übereinstimmen. Falls nicht, jemanden beiziehen oder die Hilfe nachlesen.
Und jetzt meine Coachings zum Thema Büro aufräumen nachlesen und sich die Arbeit danach einteilen, dann gehts das nächste Jahr viel einfacher.
Versprochen ;-)
Donnerstag, 7. März 2013
Rache - tot stellen
Die Rache ist nicht für die ADSler gedacht.
JA!!!!
Denn ihr seid am kürzeren Hebel. Auch wenn ihr natürlich im Recht seid. Das bezweifle ich nicht.
Meist sind die ADSler im Recht, ausser sie haben was wegen dem Kurzzeitgedächtnis vergessen.
Aber das gibt euch nicht das Recht auf Rache oder eine Gerichtsverhandlung.
(Wir reden jetzt hier nicht von Ungerechtigkeiten, die man mal schnell mit/in einem Hyperfokus wieder gerade biegen kann - das soll man natürlich tun! Sondern davon, dass man ev. eine alte Ungerechtigkeit bei einer neuen Situation jetzt endlich rächen will, weil man denkt, jetzt schaffe ich es, jetzt passiert mir das nicht mehr wieder.)
Eine Gerichtsverhandlung kann sich nur leisten, wer entweder viel Geld hat, einen äusserst triftigen Grund oder eine starke Person neben sich.
Ich habe das einmal durchgezogen und nach einem Selbstversuch dann einen Anwalt beschäftigen müssen. Dann hats geklappt.
Aber eine Freundin von mir hats wegen 3 Kleinigkeiten (klar, in ihren Augen waren das schwerwiegende Fälle) versucht. Sie hats nicht geschafft. Auch wenn sie natürlich recht hatte.
Aber wenn ein Fall nicht von vornhinein klar ist, dann lasst lieber die Finger davon.
Ihr beklagt einen Arztfehler? NICHT klagen.. keine Chance.
Ihr beklagt ein Vermieter-Problem? Nicht klagen.
Ihr beklagt eine Belästigung? Keine Chance.
Auch wenn natürlich die Sachlage völlig klar ist.
Nur... die Gegenpartei hat auch ihre Möglichkeiten und die reichen weiter als eure.
Meine Bekannte hatte danach einen schweren Zusammenbruch. Sie dachte, endlich einmal in ihrem Leben könne sie ihr Recht einfordern.
Sie hatte keine Chance.
Mein Tipp:
Stellt euch tot!
Egal was euch passiert und unangenehm ist (bei mir oft die Warterei - besonders im Wartezimmer eines Arztes oder auf ÖV). Wehren ist in den meisten Fällten sinnlos. Stellt euch tot und wartet ab bis die Sache vorbei ist. Faust im Sack machen.
Das tönt jetzt fatalistisch. Aber ein ADSler ist kein Mensch, der mit "verbogener" Gerechtigkeit umgehen kann. Es tut ihm gar nicht gut. Es braucht so viele Ressourcen, so viel Kraft, dass es sich meist nicht lohnt.
Und wir begegnen vielen Ungerechtigkeiten! Viel mehr als andere Menschen. Oder sehen wir sie nur genauer?
JA!!!!
Denn ihr seid am kürzeren Hebel. Auch wenn ihr natürlich im Recht seid. Das bezweifle ich nicht.
Meist sind die ADSler im Recht, ausser sie haben was wegen dem Kurzzeitgedächtnis vergessen.
Aber das gibt euch nicht das Recht auf Rache oder eine Gerichtsverhandlung.
(Wir reden jetzt hier nicht von Ungerechtigkeiten, die man mal schnell mit/in einem Hyperfokus wieder gerade biegen kann - das soll man natürlich tun! Sondern davon, dass man ev. eine alte Ungerechtigkeit bei einer neuen Situation jetzt endlich rächen will, weil man denkt, jetzt schaffe ich es, jetzt passiert mir das nicht mehr wieder.)
Eine Gerichtsverhandlung kann sich nur leisten, wer entweder viel Geld hat, einen äusserst triftigen Grund oder eine starke Person neben sich.
Ich habe das einmal durchgezogen und nach einem Selbstversuch dann einen Anwalt beschäftigen müssen. Dann hats geklappt.
Aber eine Freundin von mir hats wegen 3 Kleinigkeiten (klar, in ihren Augen waren das schwerwiegende Fälle) versucht. Sie hats nicht geschafft. Auch wenn sie natürlich recht hatte.
Aber wenn ein Fall nicht von vornhinein klar ist, dann lasst lieber die Finger davon.
Ihr beklagt einen Arztfehler? NICHT klagen.. keine Chance.
Ihr beklagt ein Vermieter-Problem? Nicht klagen.
Ihr beklagt eine Belästigung? Keine Chance.
Auch wenn natürlich die Sachlage völlig klar ist.
Nur... die Gegenpartei hat auch ihre Möglichkeiten und die reichen weiter als eure.
Meine Bekannte hatte danach einen schweren Zusammenbruch. Sie dachte, endlich einmal in ihrem Leben könne sie ihr Recht einfordern.
Sie hatte keine Chance.
Mein Tipp:
Stellt euch tot!
Egal was euch passiert und unangenehm ist (bei mir oft die Warterei - besonders im Wartezimmer eines Arztes oder auf ÖV). Wehren ist in den meisten Fällten sinnlos. Stellt euch tot und wartet ab bis die Sache vorbei ist. Faust im Sack machen.
Das tönt jetzt fatalistisch. Aber ein ADSler ist kein Mensch, der mit "verbogener" Gerechtigkeit umgehen kann. Es tut ihm gar nicht gut. Es braucht so viele Ressourcen, so viel Kraft, dass es sich meist nicht lohnt.
Und wir begegnen vielen Ungerechtigkeiten! Viel mehr als andere Menschen. Oder sehen wir sie nur genauer?
Schubladen
Als ich angefangen habe mich mit ADS, HB, HSP und Narzissmus zu beschäftigen hat man mir oft gesagt: Du teilst Menschen in Schubladen ein!
Heute weiss ich, dass das vor allem narzisstisch denkende Menschen sind. Denn für sie gelten keine Schubladen, für sie gilt nur das was sie wollen oder denken. Sie machen immerhin einen Drittel der Menschheit aus in heutigen Tagen (habe ich irgendwo gelesen). OK, wohl nicht die reinen Narzissten, aber die mit narzisstischen Tendenzen, Symptomen.
Aber für alle anderen, besonders für ADSler, ist es hilfreich zuerst mal seine verschiedenen Stärken, Schwächen und Probleme in Schubladen zu sortieren.
Erst wenn man sich selber versteht, kann man den Unterschied zu anderen besser verstehen.
Später kann man dann locker ohne Schubladen durchs Leben. Bzw. man erinnert sich vielleicht in einem Gespräch an eine Floskel und realisiert: aha, der gehört in jene Schublade.
Es lohnt sich auch, sich mit anderen "Schubladen", die einem gar nicht betreffen, zu beschäftigen.
So habe ich mich mit Autismus/Asperger und Borderline beschäftigt.
Und ganz zufälligerweise bin ich damals auch an den Narzissmus geraten. Das hat mir die Augen enorm geöffnet!
Schon gut, wenn ich weiss wie ich funktioniere, aber fast noch wichtiger ist zu wissen, wie mein Gegenüber funktioniert. Jedenfalls für mich.
Jetzt weiss ich wo ich mal "zutraulich" werden darf und wo ich besser den Mund halte.
Das schützt vor Verletzungen. (Bin ja HSP, also hypersensibel).
Aber als ADSler ist es oftmals schwierig sich zurückzuhalten, seine Rede zu dosieren.
Denkt daran, wir reden jetzt hier nicht von kleinen Kindern in diesem Blog, sondern von älteren, erwachsenen Menschen, die in der Gesellschaft recht gut funktionieren.
Und die dann frustriert von einem Gespräch nach Hause gehen mit dem Bewusstsein mal wieder versagt zu haben. Mal wieder das Falsche gesagt zu haben.
Deshalb sind die Schubladen wichtig! Und lasst euch die nur nicht ausreden. Wenn das Gegenüber keine Schubladen akzeptiert, dann seid auf der Hut. Gerade mit diesen Personen solltet ihr äusserste Vorsicht walten lassen.
Es gibt so kleine Hilfen, an denen man Gesprächspartner erkennt, die euch nicht gut tun.
- Wenn sich das Gegenüber nicht mehr an etwas erinnert, was euch wichtig war
- Wenn pauschal etwas abgelehnt wird, was ihr länger überdacht habt
- Wenn ihr jemanden mit einer Floskel glücklich machen könnt
- Wenn jemand das toll findet, was alle anderen toll finden (aber nicht wirklich weiss was er selber will)
Es kann sein, dass ihr mit solchen Gesprächspartnern als ADSler (ev. mit HSP) nicht ausführlicher reden sollt.
Was mich zum 2. Post bringt, der Rache.
Heute weiss ich, dass das vor allem narzisstisch denkende Menschen sind. Denn für sie gelten keine Schubladen, für sie gilt nur das was sie wollen oder denken. Sie machen immerhin einen Drittel der Menschheit aus in heutigen Tagen (habe ich irgendwo gelesen). OK, wohl nicht die reinen Narzissten, aber die mit narzisstischen Tendenzen, Symptomen.
Aber für alle anderen, besonders für ADSler, ist es hilfreich zuerst mal seine verschiedenen Stärken, Schwächen und Probleme in Schubladen zu sortieren.
Erst wenn man sich selber versteht, kann man den Unterschied zu anderen besser verstehen.
Später kann man dann locker ohne Schubladen durchs Leben. Bzw. man erinnert sich vielleicht in einem Gespräch an eine Floskel und realisiert: aha, der gehört in jene Schublade.
Es lohnt sich auch, sich mit anderen "Schubladen", die einem gar nicht betreffen, zu beschäftigen.
So habe ich mich mit Autismus/Asperger und Borderline beschäftigt.
Und ganz zufälligerweise bin ich damals auch an den Narzissmus geraten. Das hat mir die Augen enorm geöffnet!
Schon gut, wenn ich weiss wie ich funktioniere, aber fast noch wichtiger ist zu wissen, wie mein Gegenüber funktioniert. Jedenfalls für mich.
Jetzt weiss ich wo ich mal "zutraulich" werden darf und wo ich besser den Mund halte.
Das schützt vor Verletzungen. (Bin ja HSP, also hypersensibel).
Aber als ADSler ist es oftmals schwierig sich zurückzuhalten, seine Rede zu dosieren.
Denkt daran, wir reden jetzt hier nicht von kleinen Kindern in diesem Blog, sondern von älteren, erwachsenen Menschen, die in der Gesellschaft recht gut funktionieren.
Und die dann frustriert von einem Gespräch nach Hause gehen mit dem Bewusstsein mal wieder versagt zu haben. Mal wieder das Falsche gesagt zu haben.
Deshalb sind die Schubladen wichtig! Und lasst euch die nur nicht ausreden. Wenn das Gegenüber keine Schubladen akzeptiert, dann seid auf der Hut. Gerade mit diesen Personen solltet ihr äusserste Vorsicht walten lassen.
Es gibt so kleine Hilfen, an denen man Gesprächspartner erkennt, die euch nicht gut tun.
- Wenn sich das Gegenüber nicht mehr an etwas erinnert, was euch wichtig war
- Wenn pauschal etwas abgelehnt wird, was ihr länger überdacht habt
- Wenn ihr jemanden mit einer Floskel glücklich machen könnt
- Wenn jemand das toll findet, was alle anderen toll finden (aber nicht wirklich weiss was er selber will)
Es kann sein, dass ihr mit solchen Gesprächspartnern als ADSler (ev. mit HSP) nicht ausführlicher reden sollt.
Was mich zum 2. Post bringt, der Rache.
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